Bei dieser Frage ist sich die Forschung nicht ganz einig, weil es darauf ankommt, was man unter Populismus versteht. Einer gängigen Definition nach wären populistische Positionen solche, die beispielsweise darauf abzielen, eine Spaltung zwischen dem guten, moralisch reinen Volk und der bösen, verkommenen Elite (etwa den Politikern) herbeizuführen. Ebenfalls ist es im Populismus beliebt, eine Krise herbeizureden oder zu dramatisieren: Sei es der Crash unseres Finanzsystems, der Verlust unserer Kultur durch Migration oder auch das Ende des demokratischen Gemeinwesens durch Corona-Maßnahmen.
Als populistische Positionen können solche beschrieben werden, die Sachverhalte inhaltlich verkürzen, verfälschen, unkorrekt darstellen um z.B. bewusst zu Delegitimieren, Herabzuwürdigen, Auszugrenzen und zu Emotionaliseren anstatt faktenbasiert zu argumentieren. Oft geht diese Instrumentaliserung einher mit dem bewussten Konstruieren von Ungleichwertigkeit und einer Abwertung von Menschen. Die Kommunikations- und Handlungsform kann somit nicht als demokratische Kommunikationsform gelten und stellt auch für die Demokratie als Gesellschafts- und der Staatsform eine ernstzunehmende Bedrohung dar.
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